Kurzantwort: Ein einphasiger Wechselrichter speist auf einem Außenleiter ein. In Deutschland ist das je Phase bis 4,6 kVA zulässig, darüber muss die Einspeisung auf drei Phasen verteilt werden. Für kleine Dachanlagen bis etwa 4 kWp ist ein einphasiges Gerät deshalb üblich. Es ist kein Balkonkraftwerk-Wechselrichter: Anschluss und Anmeldung übernimmt eine Elektrofachkraft.
Stand: 7. Oktober 2026. deluxesolar.de verkauft nichts selbst, der Button führt zum Angebot bei Amazon.
Einphasig oder dreiphasig
Das Hausnetz hat drei Außenleiter. Ein einphasiger Wechselrichter hängt an einem davon, ein dreiphasiger verteilt die Leistung auf alle drei. Dein Zähler rechnet über alle Phasen zusammen ab. Für den Eigenverbrauch ist es deshalb gleich, auf welcher Phase eingespeist wird.
Die Schieflast-Grenze
Speist eine Anlage nur auf einer Phase ein, wird das Netz ungleich belastet. Die Anwendungsregel VDE-AR-N 4105 begrenzt diese Schieflast auf 4,6 kVA je Phase. Daraus folgt:
- bis 4,6 kVA Wechselrichterleistung: einphasig zulässig
- darüber: dreiphasiger Wechselrichter oder mehrere Geräte, die verteilt und miteinander gekoppelt sind
Maßgeblich sind die Anschlussbedingungen deines Netzbetreibers. Die Anmeldung läuft über den Elektrofachbetrieb.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
- Zahl der MPP-Tracker: Mit einem Tracker gehören alle Module in dieselbe Ausrichtung und Neigung. Für Ost-West brauchst du zwei.
- Eingangsspannung: Die Leerlaufspannung des Strangs bei Kälte muss unter dem Höchstwert bleiben, die Betriebsspannung über der Startspannung.
- Eingangsstrom: Große aktuelle Module liefern hohe Ströme. Vergleiche den Kurzschlussstrom des Moduls mit dem Höchstwert im Datenblatt.
- Speicher: Ein reiner Netz-Wechselrichter hat keinen Batterieanschluss. Wer später einen Akku will, plant einen Hybrid-Wechselrichter oder einen AC-gekoppelten Speicher ein.
- Notstrom: Fällt das Netz aus, schaltet ein Netz-Wechselrichter ab.
Das verlinkte Gerät: Growatt MIC 3000TL-X
Die Angaben stammen von der Angebotsseite, Stand 7. Oktober 2026:
- Ausgangsleistung höchstens 3.000 W, einphasig, 230 V
- 1 MPP-Tracker mit einem Strang
- Zulassung nach VDE-AR-N 4105:2018
- WLAN-Stick im Lieferumfang, OLED-Anzeige
- Gleichstrom-Trennschalter, Überspannungsschutz, Inselerkennung
- Gewicht 7,55 kg
Die Angebotsseite nennt außerdem „Eingangsleistung 2100 W“. Das passt nicht zu 3.000 W Ausgangsleistung. Für die Auslegung gilt das Datenblatt des Herstellers, nicht der Angebotstext. Einen eigenen Test haben wir nicht gemacht.
Verbindet sich der WLAN-Stick nicht, hilft der Ratgeber Growatt WiFi-Stick verbindet sich nicht.
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Häufige Fragen
Bis zu welcher Anlagengröße reicht ein einphasiger Wechselrichter?
Bis 4,6 kVA Wechselrichterleistung. Die Modulleistung darf etwas darüber liegen, wenn das Datenblatt es zulässt.
Kann ich einen einphasigen Wechselrichter in die Steckdose stecken?
Nein. Die vereinfachten Regeln für Stecker-Solargeräte gelten nur bis 800 VA. Ein Gerät mit 3.000 W wird fest angeschlossen und beim Netzbetreiber angemeldet.
Nutze ich den Solarstrom nur auf einer Phase?
Physikalisch fließt er auf einer Phase. Abgerechnet wird aber über alle drei Phasen zusammen, sodass Verbraucher auf den anderen Phasen genauso zählen.
Kann ich später einen Speicher ergänzen?
Ja, mit einem AC-gekoppelten Speicher. Wie sich das rechnet, steht im Ratgeber Stromspeicher nachrüsten.
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