Kurzantwort: Eine 8-kWp-Photovoltaikanlage kostet nach den Durchschnittswerten der Verbraucherzentrale rund 12.300 bis 14.600 € ohne Speicher. Ein passender Speicher mit 7 kWh kostet rund 3.400 € extra. In der Mitte Deutschlands erzeugen 8,1 kWp nach Süden rund 8.550 kWh im Jahr. Im Rechenbeispiel unten hat sich die Anlage nach 12 bis 13 Jahren bezahlt gemacht.
Stand: 1. Oktober 2026. Alle Beträge sind gerundete Durchschnitts- und Rechenwerte. Dein Angebot hängt von Dach, Zählerschrank und Region ab.
Kosten für 8 kWp
| Anlage | Durchschnittspreis | Gesamt |
|---|---|---|
| 8,00 kWp (Klasse 6 bis 8 kWp) | 1.820 €/kWp | rund 14.600 € |
| 8,10 kWp, 18 × 450 Wp (Klasse 8 bis 9 kWp) | 1.520 €/kWp | rund 12.300 € |
| Speicher 7 kWh | 480 €/kWh | rund 3.400 € |
| 8,10 kWp mit 7 kWh | rund 15.700 € |
Die Preise sind Durchschnitte aus 71 PV- und 70 Speicherangeboten aus der Zeit von Januar 2025 bis August 2026, gesichtet von der Verbraucherzentrale NRW (Stand 28. August 2026). Extras wie Notstrom oder eine Erneuerung der Hauselektrik sind nicht enthalten. Der Sprung zwischen den Klassen zeigt vor allem eines: Pro kWp wird es mit wachsender Anlage günstiger. Hole Angebote für mehrere Größen ein.
Leistung, Dachfläche und Ertrag
20 Module zu 400 Wp oder 16 Module zu 500 Wp ergeben genau 8,00 kWp. 18 Module zu 450 Wp ergeben 8,10 kWp und brauchen rund 36 m² reine Modulfläche. Dazu kommen Fugen, Randabstände und Hindernisse, siehe Belegungsplan.
Ertrag von 8,1 kWp, berechnet mit PVGIS 5.3, 14 % Systemverluste, ohne Verschattung:
| Standort und Dach | Ertrag im Jahr |
|---|---|
| Mitte Deutschlands, 30° Süd | rund 8.550 kWh |
| Mitte Deutschlands, 30° Südost oder Südwest | rund 8.100 kWh |
| Mitte Deutschlands, 30° Ost-West | rund 6.970 kWh |
| Hamburg, 30° Süd | rund 7.860 kWh |
| Köln, 30° Süd | rund 8.340 kWh |
| Berlin, 30° Süd | rund 8.430 kWh |
| München, 30° Süd | rund 9.140 kWh |
Rechenbeispiel: mit und ohne Speicher
Annahmen: Haushalt mit 4.500 kWh Verbrauch, 8,1 kWp nach Süden mit 30° in der Mitte Deutschlands (rund 8.550 kWh). Strompreis 30,8 ct/kWh, der Durchschnitt für Neukunden im Oktober 2026 laut Strom-Report. Einspeisevergütung 7,70 ct/kWh. Die Verbraucherzentrale nennt einen Autarkiegrad von 25 bis 30 % ohne und bis zu 70 % mit Speicher. Gerechnet ist mit 30 und 65 %, Speicherverluste 10 %.
| Ohne Speicher | Mit 7-kWh-Speicher | |
|---|---|---|
| Investition | rund 12.300 € | rund 15.700 € |
| Selbst genutzt | 1.350 kWh | 2.925 kWh |
| Verluste im Speicher | – | rund 175 kWh |
| Eingespeist | rund 7.200 kWh | rund 5.450 kWh |
| Vermiedene Stromkosten | 416 € | 901 € |
| Einspeisevergütung | 554 € | 420 € |
| Zusammen im Jahr | rund 970 € | rund 1.320 € |
| Bezahlt nach | knapp 13 Jahren | knapp 12 Jahren |
Der Speicher bringt in diesem Beispiel rund 350 € im Jahr mehr. Bei rund 3.400 € Mehrkosten hat er sich nach knapp 10 Jahren bezahlt gemacht. Die Verbraucherzentrale rechnet bei Speichern mit 10 bis 15 Jahren Lebensdauer.
Nicht eingerechnet sind laufende Kosten wie Versicherung, Wartung und Zählermiete, eine Finanzierung, die langsam sinkende Modulleistung und künftige Strompreise. Rechne dein Angebot mit deinem eigenen Verbrauch und Tarif nach.
Was die EEG-Reform 2027 ändern würde
Die Einspeisevergütung von 7,70 ct/kWh gilt bei Inbetriebnahme bis 31. Dezember 2026. Für Anlagen ab 2027 plant die Bundesregierung eine Übergangszahlung von anfangs 5,2 ct/kWh für höchstens 36 Monate, beschlossen ist das noch nicht. Mit 5,2 ct läge der Jahresnutzen im Beispiel während der Übergangszeit bei rund 790 € ohne und rund 1.180 € mit Speicher. Der Speicher gewinnt dann an Bedeutung. Stand und Termine stehen im Ratgeber PV-Anlage 2026 oder 2027.
Welche Speichergröße passt?
Die Verbraucherzentrale nennt als Faustregel rund 1,5 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Für 4.500 kWh sind das knapp 7 kWh. Nutzbare Kapazität und Lade-/Entladeleistung sind getrennte Angaben. Eine doppelte Kapazität bringt nicht den doppelten Nutzen. Lass mehrere Größen mit demselben Lastprofil vergleichen.
Eine Wärmepumpe verschiebt den Bedarf vor allem in die Heizperiode. Ein Elektroauto kann je nach Ladezeit direkt Solarstrom nutzen. Beides sollte als zeitlicher Verlauf in die Planung eingehen, statt nur die Jahressumme zu erhöhen.
Häufige Fragen
Reichen 8 kWp bei 8.000 kWh Jahresverbrauch?
In der Jahressumme ungefähr, denn 8,1 kWp erzeugen in der Mitte Deutschlands rund 8.550 kWh. Selbst decken lässt sich davon aber nur ein Teil, weil der Strom vor allem im Sommer und mittags kommt. Von Oktober bis März liefert eine Anlage nach Süden nur rund 29 % ihres Jahresertrags, mehr dazu unter Photovoltaik im Winter. Bei 8.000 kWh, etwa mit Wärmepumpe, lohnt oft eine größere Anlage.
Was kostet eine 8-kWp-Anlage mit Speicher?
Nach den Durchschnittswerten der Verbraucherzentrale rund 15.700 € für 8,1 kWp mit 7 kWh. Mit genau 8,0 kWp und dem höheren Durchschnittswert der Klasse 6 bis 8 kWp sind es rund 17.900 €.
Kann ich den Speicher später ergänzen?
Ja, mit einer passenden AC- oder DC-Lösung. Ob vorhandene Komponenten geeignet sind, muss im konkreten Fall geprüft werden.
Verkürzt ein Speicher immer die Amortisation?
Nein. Der zusätzliche Nutzen muss mit den zusätzlichen Kosten und Verlusten verglichen werden. Im Beispiel verkürzt er sie leicht.
Vergütung, Steuern und Anmeldung
Der passende Vergütungssatz hängt unter anderem von Inbetriebnahme, Anlagengröße und Einspeiseart ab. Die aktuellen Werte veröffentlicht die Bundesnetzagentur. Für Anlagen bis 10 kW nennt sie bei Teileinspeisung bei Inbetriebnahme vom 1. August bis 31. Dezember 2026 7,70 ct/kWh.
Umsatzsteuerlicher Nullsteuersatz und Einkommensteuerbefreiung sind unterschiedliche Regelungen. Die 30-kWp-Angabe ist keine pauschale Steuerfreigabe für jede Konstellation. Bei der Einkommensteuer zählen auch weitere Anlagen mit. Quellen: BMF zum Nullsteuersatz und BMF zur steuerlichen Einordnung. Vereinbare ausdrücklich, wer Netzanschluss und Registrierung erledigt.
6 kWp vergleichen · 10 kWp mit Speicher · Speicherübersicht
Redaktionell überarbeitet: 1. Oktober 2026. Preise: Verbraucherzentrale, Stand 28. August 2026. Ertrag mit PVGIS 5.3 berechnet. Strompreis: Strom-Report, 1. Oktober 2026.
